Was eine schlechte Website wirklich kostet

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geschrieben von Kai Sommer

veröffentlicht am 20. Dezember 2025

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Und warum die größten Verluste nicht in der Buchhaltung auftauchen

Kurzfassung in drei Sätzen

Eine schlechte Website ist kein ästhetisches Problem. Sie verursacht Entscheidungsstau, Reibung im Vertrieb und Vertrauensverlust – intern wie extern. Die höchsten Kosten entstehen nicht beim Relaunch, sondern durch Monate (oder Jahre) des Zögerns.

„Schlecht“ heißt nicht hässlich

Viele Websites sind technisch sauber. Modern gebaut. Nicht einmal besonders langsam. Und trotzdem wirken sie nicht.

Warum? Weil „schlecht“ im digitalen Kontext selten sichtbar ist. Es zeigt sich nicht im Design, sondern in der Wirkung.

Oder genauer: im Ausbleiben von Wirkung.

Die offensichtlichen Kosten kennt jeder

Über die direkten Kosten wird oft gesprochen:

  • Agenturhonorare
  • Tools, Lizenzen, Wartung
  • einzelne Relaunches alle paar Jahre

Diese Zahlen sind greifbar. Sie stehen auf Rechnungen.

Und genau deshalb lenken sie vom eigentlichen Problem ab.

Die unsichtbaren Kosten sind deutlich höher

Was eine schlechte Website wirklich kostet, taucht selten explizit auf. Es sind Opportunitätskosten und sie summieren sich täglich.

Typische Beispiele aus Projekten:

  • Weniger qualifizierte Anfragen trotz guter Leistung
  • Längere Vertriebszyklen, weil Vertrauen fehlt
  • Erklärungsbedarf in jedem Erstgespräch
  • Interne Diskussionen, ob „man da nicht mal ran müsste“
  • Stillstand, weil niemand die Richtung vorgibt

Das kostet Zeit. Energie. Und Aufmerksamkeit.

Diese Kosten tauchen in keiner Budgetplanung auf. Aber sie wirken jeden Tag, still und konstant.

Wenn die Website Entscheidungen blockiert

Eine funktionierende Website hilft Entscheidungen zu treffen. Eine schlechte verhindert sie. Intern wie extern.

Extern, weil Besucher nicht verstehen:

  • Wofür steht das Unternehmen?
  • Was ist hier wichtig?
  • Warum gerade dieser Anbieter?

Intern, weil niemand klar sagen kann:

  • Was soll die Website leisten?
  • Wen sprechen wir eigentlich an?
  • Was hat Priorität und was nicht?

Die Website wird dann zum Spiegel der Unentschlossenheit.

Genau deshalb beginnen sinnvolle Website-Projekte nicht mit Design, sondern mit einer klaren Entscheidungsvorlage

→ Wie wir diese Klarheit vor der Umsetzung herstellen: Termin vereinbaren

Der wahre Preis: Dauerhafte Reibung

In vielen Unternehmen ist die Website kein Werkzeug mehr. Sie ist ein Dauerthema.

Nicht laut. Aber konstant.

Sie taucht auf in Meetings. In Nebensätzen. In halbherzigen To-dos. „Müssten wir eigentlich mal …“ „Da passt irgendwas nicht …“ „Aber jetzt ist gerade nicht der richtige Zeitpunkt …“

Diese Reibung bindet mentale Kapazität. Und genau die fehlt dann an anderer Stelle.

Kurzgesagt

Das Muster ist immer ähnlich:

  1. Die Website bringt zu wenig Anfragen. Oder die falschen.
  2. Man merkt: Das Problem ist nicht Traffic oder Design, sondern fehlende Klarheit.
  3. Es gibt kein gemeinsames Zielbild. Keine Prioritäten. Keine Entscheidungsvorlage.
  4. Statt zu optimieren, wird weiter diskutiert.
  5. Statt zu entscheiden, wird gewartet.

Die Kosten laufen weiter, still und konstant.

Warum viele Unternehmen das Problem unterschätzen

Weil eine schlechte Website selten akut weh tut. Sie blutet nicht. Sie fällt nicht komplett aus. Sie wirkt einfach nicht.

Und genau das macht sie gefährlich. Denn Wirkungslosigkeit fühlt sich lange „okay“ an.

Bis der Markt enger wird. Bis Konkurrenz klarer kommuniziert. Bis Sichtbarkeit zum Engpass wird.

Dann ist der Rückstand plötzlich groß.

Klarheit ist kein Versprechen auf Erfolg. Aber sie ist die Voraussetzung dafür, überhaupt richtig investieren zu können.

Gute Websites sparen mehr, als sie kosten

Eine gute Website: - reduziert Erklärungsaufwand im Vertrieb - filtert Anfragen vor - schafft Vertrauen, bevor gesprochen wird - gibt intern Orientierung - macht Entscheidungen leichter

Sie ist kein Marketing-Gadget. Sie ist ein strategisches Werkzeug.

Und Werkzeuge, die nicht funktionieren, kosten immer mehr als ihre Anschaffung.

Warum „mal schnell neu machen“ selten hilft

Viele Relaunches starten mit Umsetzung. Nicht mit Denken.

Dann wird verbessert, was sichtbar ist: Layout. Struktur. Texte.

Aber nicht geklärt, was fehlt: - klare Rolle - eindeutiges Ziel - bewusste Abgrenzung

Das Ergebnis ist oft eine modernere Version desselben Problems.

Teurer. Aber nicht klarer.

Die wichtigste Frage vor jeder Investition

Nicht: „Was kostet eine neue Website?“

Sondern: „Was kostet es uns, wenn diese Website so bleibt?“

Monat für Monat. Gespräch für Gespräch. Entscheidung für Entscheidung.

Diese Rechnung wird selten gemacht. Aber sie ist ehrlicher.

Ein Gedanke zum Schluss

Eine schlechte Website kostet nicht nur Geld. Sie kostet Fokus. Und Fokus ist in unsicheren Zeiten eine der wertvollsten Ressourcen überhaupt.

Wer Klarheit schafft, bevor gebaut wird, spart sich viele dieser Kosten und gewinnt etwas, das nicht auf der Rechnung steht:

Entscheidungsfähigkeit.

Wer sich beim Lesen gedacht hat: „So fühlt sich unsere Website leider an“ manchmal reicht ein kurzer Blick von außen, um aus schleichenden Kosten wieder Entscheidungen zu machen.

→ Ein Gespräch ersetzt keine Klarheit. Aber es kann der Anfang davon sein: Termin vereinbaren

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Kai Sommer

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